Stranger Stinks

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Stranger Stinks

Stranger Feet

Hawkins, Indiana, Sommer 1983 Die kleine Stadt Hawkins, tief im Herzen des ländlichen Indiana, war ein Ort, an dem die Zeit stillzustehen schien. Die Sommer waren drückend heiß, die Straßen staubig und von der Sonne ausgebleicht, während die Tage sich träge wie Sirup dahinzogen. Kinder fuhren auf klapprigen Fahrrädern durch die Nachbarschaften, das Zirpen der Grillen erfüllte die Nächte, und die Erwachsenen saßen auf Veranden, während sie sich mit Eistee gegen die Hitze wehrten. Hawkins war ein Ort der Einfachheit, der Langeweile – und doch barg die Stadt Geheimnisse, die niemand zu erahnen wagte.Inmitten dieses beschaulichen Alltags lebten Luke und Nick, zwei 18-jährige Jungs, deren Freundschaft so tief war, dass sie sich wie Brüder fühlten. Seit ihrer gemeinsamen Zeit in der Grundschule waren sie unzertrennlich, teilten jedes Geheimnis, jeden Traum und jede Dummheit. Sie verbrachten ihre Tage damit, auf Skateboards durch den Park zu rasen, Heavy-Metal-Kassetten bis Mitternacht zu hören und epische Geschichten in ihrem Lieblingsspiel Dungeons & Dragons zu erschaffen.

Ihre Freundschaft war ein Anker in der Monotonie von Hawkins, ein Leuchtfeuer in einer Stadt, die sonst wenig Aufregendes zu bieten hatte. Luke war groß und schlank, mit einer drahtigen Statur, die von langen Tagen auf dem Skateboard zeugte. Seine dunkelbraunen Haare fielen in einem typischen Shaggy Bowl Cut, der in den frühen 80ern allgegenwärtig war – ein zerzauster, leicht rebellischer Look, der perfekt zu seinem schelmischen Grinsen passte. Seine braunen Augen funkelten vor Energie, und er hatte eine Art, die Menschen um sich herum mit seiner unerschütterlichen Begeisterung anzustecken. Nick war einen Hauch größer, ebenfalls schlank, mit einer ruhigen, fast nachdenklichen Ausstrahlung, die Lukes impulsives Wesen perfekt ergänzte. Seine aschblonden Haare waren ebenfalls in einem akkuraten Bowl Cut geschnitten, und seine blauen Augen hatten etwas Sanftes, aber auch Geheimnisvolles. Zusammen waren sie ein unschlagbares Team, ob sie nun Tricks auf dem Skateboard übten oder sich in die fantastischen Welten von Dungeons & Dragons stürzten.

Unsere Geschichte beginnt an einem schwülen Augustnachmittag, als die Sonne unbarmherzig auf Hawkins herab brannte. Die Luft war schwer vor Hitze, und selbst die Schatten der alten Eichen in Nicks Garten boten kaum Erleichterung. In Nicks Zimmer, einem chaotischen Heiligtum der Jugend, stapelten sich Poster von Iron Maiden und Metallica an den Wänden, während Skateboard-Magazine und leere Cola-Dosen den Boden bedeckten. Der Geruch von abgestandenem Popcorn und Teenager-Schweiß hing in der Luft, vermischt mit dem muffigen Duft von Nicks alten Sneakers, die in einer Ecke des Zimmers lagen.

Mitten im Raum stand ein kleiner Tisch, übersät mit den Utensilien ihres Lieblingsspiels: Dungeons & Dragons. Für diejenigen, die mit diesem Spiel nicht vertraut sind: Dungeons & Dragons (oder kurz D&D) ist ein kooperatives Fantasy-Tabletop-Rollenspiel, das in den 1970er-Jahren erfunden wurde und in den 80ern eine treue Anhängerschaft fand. Spieler schlüpfen in die Rollen von Helden – Krieger, Zauberer, Diebe oder Kleriker – und tauchen in eine vom Spielleiter, dem sogenannten Dungeon Master, beschriebene Welt voller Abenteuer, Gefahren und Magie ein. Die Handlungen der Charaktere werden durch das Würfeln spezieller Würfel entschieden, während die Geschichte durch Fantasie, Improvisation und Zusammenarbeit am Spieltisch entsteht. Für Luke und Nick war D&D mehr als ein Spiel – es war eine Flucht, ein Ort, an dem sie Helden sein konnten, unbesiegbar und frei. An diesem Nachmittag hatten die beiden beschlossen, ihrem Spiel eine neue, aufregende Dimension zu verleihen: einen Wetteinsatz.

Der Verlierer musste eine Aufgabe des Gewinners erfüllen, egal wie peinlich oder verrückt sie war. Es war Nicks Idee gewesen, der sich sicher war, dass er diesmal siegen würde. Luke, der als Dungeon Master fungierte, hatte eine besonders knifflige Herausforderung vorbereitet: ein Labyrinth voller Fallen und ein mächtiger Drache als Endgegner. Nick spielte seinen Lieblingscharakter, einen Zauberer namens Eldrin, während Luke die Welt mit seiner Erzählung zum Leben erweckte.Doch die Würfel waren gnadenlos. Nach einem epischen Kampf, bei dem Nick verzweifelt versuchte, seinen Zauberer zu retten, fiel Eldrin unter den Hieben von Lukes Drachen. „Verdammt, Luke!“, rief Nick und warf die Hände in die Luft. „Du hast mich schon wieder plattgemacht! Ich hatte nicht die geringste Chance gegen diesen Drachen!“Luke lehnte sich in seinem Stuhl zurück, ein triumphierendes Grinsen auf den Lippen. „Tja, Nick, so ist das Spiel. Und du weißt, was das heißt.“

Er machte eine dramatische Pause, bevor er fortfuhr: „Wettschulden sind Ehrenschulden. Und deine Aufgabe ist…“ Er zog die Worte in die Länge, um die Spannung zu steigern. „Du darfst einen kräftigen Zug aus meinen stinkenden Sneakers nehmen. Glaub mir, den Duft wirst du so schnell nicht vergessen!“Nick verzog das Gesicht, als hätte er in eine Zitrone gebissen. „Luke, das kannst du nicht ernst meinen! Deine Sneakers riechen, als hätten sie in einer Mülltonne übernachtet! Ich kann sie von hier aus schon riechen!“„Oh, stell dich nicht so an“, lachte Luke und wackelte mit den Augenbrauen. „Ein bisschen göttlicher Skater-Duft hat noch niemandem geschadet. Los, ab in den Flur und hol sie!“

Nick seufzte theatralisch, stand auf und schlurfte widerwillig in den Flur. Dort standen Lukes Sneakers – ausgelatschte, schwarze High-Tops, die er seit Monaten zum Skaten trug. Die Sohlen waren abgewetzt, das Leder speckig, und schon auf Armeslänge verströmten sie einen intensiven Geruch nach Schweiß, Asphalt und etwas, das Nick nur als „Skatepark-Essenz“ bezeichnen konnte. Er hielt die Schuhe mit spitzen Fingern, als wären sie radioaktiv, und trug sie zurück ins Zimmer.„Da bist du ja endlich“, neckte Luke, der sich inzwischen auf Nicks Bett gefläzt hatte. „Ich hoffe, du hast nicht schon heimlich geschnüffelt. Los, worauf wartest du? Ein tiefer Zug, und keine Ausreden!“Nick schüttelte den Kopf, seine Wangen röteten sich vor Scham. „Du bist echt ein Idiot, Luke“, murmelte er, bevor er den Sneaker zögerlich an die Nase hielt.

Er schloss die Augen, als könnte er so dem Unvermeidlichen entgehen, und nahm einen kleinen, vorsichtigen Zug. Der Geruch war überwältigend – eine Mischung aus abgestandenem Schweiß, Leder und etwas, das fast chemisch wirkte. Doch bevor er reagieren konnte, wurde ihm schwarz vor Augen. Sein Körper schien sich aufzulösen, als würde eine unsichtbare Kraft ihn in Stücke reißen. Der Sneaker fiel mit einem dumpfen Knall auf den Teppich, und Nick war verschwunden – vor Lukes Augen in Luft aufgelöst.

„Was zur Hölle?!“, schrie Luke und sprang auf. Sein Herz hämmerte wie ein Presslufthammer in seiner Brust. „Nick? NICK!“ Er starrte auf die leere Stelle, wo sein Freund eben noch gestanden hatte. Der Raum war still, abgesehen vom leisen Summen eines Ventilators in der Ecke. Lukes Blick wanderte zu dem Sneaker, der einsam auf dem Boden lag. War das ein schlechter Scherz? Ein Albtraum? Hatte er zu viel Cola getrunken? Er kniete sich hin, nahm den Sneaker in die Hand und drehte ihn hin und her, als könnte er ihm Antworten liefern. In einem verzweifelten Versuch, etwas – irgendetwas – zu verstehen, hielt er den Schuh an die Nase und roch selbst daran. Der Geruch war intensiv, aber nichts geschah. Er stand immer noch in Nicks Zimmer, in der langweiligsten Stadt der Welt, während sein bester Freund spurlos verschwunden war.

Luke setzte sich auf den Boden, die Hände in die Haare gekrallt, und versuchte, seine Gedanken zu ordnen. Sollte er den Sheriff rufen? Die Vorstellung, Deputy Hopper zu erzählen, dass Nick sich in Luft aufgelöst hatte, weil er an einem Sneaker gerochen hatte, kam ihm absurd vor. Niemand würde ihm glauben. Er war kurz davor, in Panik zu geraten, als ihm ein Gedanke kam. Vielleicht lag es an Nicks Sneakers. Vielleicht war der Schlüssel zu diesem Wahnsinn in dem, was Nick gehörte.Entschlossen stand Luke auf und ging zurück in den Flur. Nicks Sneakers – graue, ebenso abgenutzte High-Tops – standen neben der Garderobe. Sie waren speckig, die Schnürsenkel ausgefranst, und der Geruch, der von ihnen ausging, war nicht weniger intensiv als der von Lukes Schuhen. Luke schnappte sich einen davon, kehrte ins Zimmer zurück und setzte sich auf Nicks Bett. Er warf einen letzten Blick auf den Raum, als wollte er sich vergewissern, dass er nicht träumte, bevor er den Sneaker an die Nase hielt. Er nahm einen tiefen Zug, und der Geruch traf ihn wie ein Schlag – eine Mischung aus Schweiß, Leder und etwas, das er nicht definieren konnte, fast übernatürlich. Seine Sicht verschwamm, die Welt drehte sich, und dann wurde alles schwarz.

Als Luke wieder zu sich kam, war alles anders. Die Luft war kalt und modrig, schwer von einem Geruch nach feuchter Erde und Verfall. Er lag auf dem Boden, umgeben von nassem Laub und knorrigen Wurzeln, die sich wie Krallen in den Boden gruben. Sein Kopf pochte, und sein Herz raste, als tausend Fragen durch seinen Verstand schossen. Wo war er? War er tot? Im Koma? Träumte er? Er rappelte sich auf, seine Beine zitterten, und sah sich um. Die Welt war düster, verzerrt, wie ein Albtraum, der sich in die Realität gefressen hatte. Der Himmel war von einem unheimlichen Grau überzogen, durchzogen von roten Blitzen, die lautlos in der Ferne zuckten. Seltsame Partikel schwebten in der Luft wie Asche, und die Bäume um ihn herum wirkten krank, ihre Äste verdreht wie die Gliedmaßen eines sterbenden Tieres.Dennoch erkannte er den Ort.

Es war der kleine Wald am Stadtrand von Hawkins, ein Ort, den er und Nick wie ihre Westentasche kannten. Dort, versteckt zwischen den Bäumen, hatten sie als Kinder eine Hütte aus Ästen, Brettern und alten Planen gebaut – ihr geheimes Versteck, ihr Königreich. Über dem Eingang hing ein verblichenes Schild mit der Aufschrift „Castle Nick & Luke“, in krakeliger Kinderhandschrift mit einem alten Filzstift geschrieben. Lukes Herz machte einen Sprung. Wenn Nick irgendwo war, dann dort. Er musste dort sein.

Mit klopfendem Herzen machte Luke sich auf den Weg durch den unheimlichen Wald. Die Luft war dick, fast zäh, und jeder Schritt fühlte sich an, als würde er durch einen unsichtbaren Widerstand waten. Die Geräusche des Waldes waren fremd – kein Vogelgesang, kein Rascheln von Tieren, nur ein leises, pulsierendes Summen, das aus der Tiefe der Erde zu kommen schien. Als er die Hütte erreichte, hielt er inne. Ein seltsames Geräusch drang an sein Ohr – ein schweres, rhythmisches Atmen, gepaart mit einem intensiven, fast animalischen Schnüffeln. Es war unheimlich, als würde jemand verzweifelt an etwas riechen, mit einer Gier, die nichts Menschliches hatte.Luke schluckte schwer, seine Hand zitterte, als er nach dem provisorischen Türgriff – einem alten Seil – griff. „Nick?“, rief er, seine Stimme brach in der Stille. „Bist du da? Sag was!“ Keine Antwort, nur dieses unheimliche Schnüffeln. Mit einem letzten tiefen Atemzug riss er die Tür auf.Drinnen, in der dunklen Ecke der Hütte, saß Nick. Er war kaum wieder zuerkennen. Seine Augen waren weit aufgerissen, glasig und leer, sein Gesicht bleich wie ein Gespenst. Vor ihm lagen seine Socken – dreckig, durchgeschwitzt, die Art von Socken, die Nick immer mindestens drei Tage am Stück trug, bis sie steif vor Schmutz waren. Eine davon hielt er an die Nase und schnüffelte wie besessen, während er immer wieder dasselbe Wort murmelte: „Upside Down… Upside Down… Wir sind im Upside Down…“„Nick!“, rief Luke und kniete sich neben ihn.

Er packte seinen Freund an den Schultern, schüttelte ihn sanft. „Was redest du da? Was ist das Upside Down? Wo sind wir?“ Doch Nick reagierte kaum. Sein Blick war in die Ferne gerichtet, seine Lippen bewegten sich wie in einem Fiebertraum. „Riech, Luke“, flüsterte er. „Du musst riechen.“ Er zeigte auf Lukes Füße, seine Hand zitterte. „Er hat es mir befohlen.“„Wer ist er?“, fragte Luke, seine Stimme zitterte vor Angst. „Nick, was ist hier los? Rede mit mir!“ Doch Nick wiederholte nur: „Riech, sonst holt er dich.“Luke spürte, wie Panik in ihm aufstieg. Sein Blick wanderte zu seinen eigenen Füßen, die immer noch in in seinen stinkenden Socken steckten. Er wusste nicht, warum, aber ein Teil von ihm fühlte, dass er keine Wahl hatte. Mit zitternden Fingern zog er sich die Socken – feucht und stinkend vom langen Tag, mit einem Geruch, der selbst ihn zusammenzucken ließ aus . Er hielt die Socke an die Nase, zögerte einen Moment, bevor er einen tiefen Zug nahm. Der Geruch war überwältigend, eine Mischung aus Schweiß, Leder und etwas, das er nicht beschreiben konnte. Doch zu seiner Überraschung fühlte es sich… gut an. Zu gut. Ein seltsames, fast animalisches Verlangen überkam ihn, stärker zu riechen, immer tiefer. Er konnte nicht aufhören.

Es war, als hätte der Geruch ihn in seinen Bann gezogen, ihn in eine Trance versetzt, genau wie Nick, der weiterhin an seinen eigenen Socken schnüffelte. Plötzlich hallte eine Stimme in ihren Köpfen wider, tief, befehlend, unmenschlich: „Leckt an den Füßen des anderen. Ich befehle es euch. Ihr müsst gehorchen.“ Luke und Nick sahen sich an, ihre Augen geweitet, gefangen in einem Strudel aus Angst, Verwirrung und einem unkontrollierbaren Drang. Ohne ein Wort zu sprechen, bewegte sich Luke näher an Nick heran. Er nahm Nicks Fuß in die Hände – Größe 47, groß, gepflegt, aber mit einem intensiven Geruch, der von langen Tagen im Skatepark zeugte. Luke schnüffelte vorsichtig, und der Duft traf ihn wie ein Blitz – würzig, männlich, berauschend.

Er presste den Fuß an sein Gesicht, rieb ihn über seine Wangen, atmete tief ein, als könnte er den Geruch in sich aufsaugen. Dann, ohne nachzudenken, glitt seine Zunge über die Sohle. Der Geschmack war salzig, leicht käsig, mit einer würzigen Note, die ihn seltsam erregte. Er leckte schneller, saugte an jedem Zeh, als wären sie die süßeste Leckerei, die er je probiert hatte. Jeder Zug, jeder Geschmack zog ihn tiefer in die Trance.Gleichzeitig hatte Nick Lukes Fuß gepackt. Lukes Füße, Größe 46, waren weich, mit langen Zehen und kurz geschnittenen Nägeln. Nick vergrub sein Gesicht darin, atmete tief ein, als würde der Geruch ihn am Leben halten. Seine Zunge glitt über die Sohlen, langsam zunächst, dann schneller, als er den würzigen, leicht salzigen Geschmack aufnahm.

Er saugte an den Zehen, leckte zwischen ihnen, fand kleine Krümel, die seine Gier nur noch steigerten. Er verlor sich völlig in dem Moment, seine Bewegungen wurden hektisch, fast verzweifelt. Die Zeit schien stillzustehen. Stunden vergingen, während die beiden in der dunklen Hütte saßen, sich gegenseitig die Füße leckend, ohne ein Wort zu sprechen. Die Welt um sie herum – der düstere Wald, die seltsamen Geräusche, die Asche in der Luft – verschwand. Es gab nur sie, ihre Füße und den unstillbaren Drang, der sie antrieb. Es war, als hätte etwas Fremdes, etwas Mächtiges die Kontrolle über sie übernommen, ihre Gedanken und Handlungen gelenkt. Plötzlich hielt Nick inne. Seine Augen, immer noch glasig, fielen auf Lukes Socke, die auf dem Boden der Hütte lag. Ohne zu zögern, griff er danach, hielt sie an die Nase und nahm einen tiefen Zug. In einem Wimpernschlag löste er sich in Luft auf, genau wie zuvor in Nicks Zimmer. Ein leises Plopp, und er war weg, die Socke fiel zu Boden. Luke, aus seiner Trance gerissen, starrte auf die leere Stelle. Sein Herz raste, aber er wusste instinktiv, was zu tun war. Er griff nach Nicks Socke, die neben ihm lag, hielt sie an die Nase und roch daran. Der Geruch war intensiv, fast überwältigend, und dann wurde die Welt wieder schwarz.

Als sie die Augen öffneten, waren sie zurück in Nicks Zimmer. Die Sonne schien durch das Fenster, als wäre nichts passiert. Der Ventilator summte leise, der Geruch von Popcorn und Cola lag in der Luft, und ihre Sneakers lagen verstreut auf dem Teppich. Doch etwas war anders. Ihre Socken waren verschwunden, und ihre Füße waren seltsam feucht, als hätten sie in einer Pfütze gestanden.„Nick“, fragte Luke, seine Stimme kratzig vor Verwirrung, „warum sind wir barfuß? Und warum sind meine Füße nass?“Nick runzelte die Stirn, rieb sich die Schläfen, als hätte er Kopfschmerzen. „Keine Ahnung. Meine auch. Haben wir nicht gerade D&D gespielt? Was ist passiert?“Luke sah sich um und entdeckte ein umgekipptes Glas Wasser auf dem Boden, dessen Inhalt sich über den Teppich ergossen hatte. „Da, siehst du!“, sagte er, erleichtert, eine Erklärung zu haben. „Du hast Wasser verschüttet, deshalb sind unsere Füße nass.“„Und wo sind unsere Socken?“, fragte Nick skeptisch, während er unter dem Tisch nachsah.Luke grinste, obwohl er sich selbst nicht ganz sicher war. „Die hat bestimmt das Sockenmonster geklaut!“ Beide lachten, ein nervöses, fast hysterisches Lachen, bevor sie sich daran machten, die Sauerei aufzuwischen. Sie sprachen nicht über das, was passiert war – vielleicht, weil sie es nicht verstanden, vielleicht, weil ein Teil von ihnen es nicht wissen wollte.

Was Luke und Nick nicht wussten: Ihre Reise ins Upside Down, diese düstere, verdrehte Parallelwelt, war real gewesen. Irgendwo, in den Tiefen dieser anderen Dimension, hatte etwas – oder jemand – sie beobachtet, sie gelenkt, ihre Gedanken und Handlungen manipuliert. Die Erinnerungen an diese Stunden waren wie ein Traum verblasst, verborgen in den dunklen Ecken ihres Unterbewusstseins. Doch tief in ihrem Inneren blieb ein leises, unheimliches Gefühl, dass dies nicht ihr letzter Besuch im Upside Down gewesen war.Die Sneakers standen wieder im Flur, die Würfel lagen auf dem Tisch, und Hawkins döste weiter in der Sommerhitze. Aber etwas hatte sich verändert, etwas Unsichtbares, etwas, das in der Luft lag wie die Asche des Upside Down. Und vielleicht, nur vielleicht, würde es eines Tages zurückkehren. Ende.

Herzlichen Dank, dass ihr mein Special aus gegebenem Anlass gelesen habt! Ich hoffe, es hat euch Freude bereitet. Wünsche euch eine schöne Zeit und freue mich auf unser baldiges Wiedersehen! 🙂

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Autor: Darius

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2 Antworten

  1. Tim sagt:

    Hallo Darius,
    coole Idee und geile Geschichte 👏! Von mir aus hätte die Geschichte auch gerne weitergehen können 🪶!
    Lg Tim 🥰

    • Darius sagt:

      Hallo Tim 🤗 Danke für dein Feedback, eine Fortsetzung zu dieser Geschichte ist leider vorerst nicht geplant 😢 kannst dich aber schon auf meine weihnachtlichen Geschichten freuen 🤗🎅🌲

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