Zu seinen Füßen – Teil 4
1.996 Wörter, 11 Minuten Lesezeit.
Die anderen Teile der Geschichte:
Niklas erzählt Ich erinnere mich an jede einzelne Sekunde dieser Nacht, als wäre sie in mein Gehirn eingebrannt.Es war kurz nach Mitternacht. Niels und ich lagen mit nackten Füßen auf seinem Wohnzimmerteppich, die Luft war schwer von unserem Schweiß und dem süßlichen Geruch der Schokokuss-Masse, die wir uns vor einer Stunde gegenseitig auf die Füße geschmiert hatten. Die Masse war inzwischen halb getrocknet, bildete eine zähe, klebrige Kruste, die bei jeder kleinen Bewegung leise schmatzte. Wir hatten uns stundenlang gegenseitig die Füße abgeleckt, langsam, genüsslich, mit der Zunge zwischen den Zehen, bis wir beide zitterten, bis wir uns kaum noch beherrschen konnten. Wir hatten gelacht, gestöhnt, uns in die Augen geschaut, als wäre das hier das Normalste der Welt. Dann klingelte es. Einmal. Kurz. Schrill wie ein Messer, das durch die Stille schnitt. Dann noch einmal – länger, fordernder, fast schon drohend.Die Welt stand still. War es Dennis? Der Name explodierte in meinem Kopf wie eine Bombe. Dennis wusste es. Irgendwie wusste er es. Ich hatte ihm zwar die 400 Euro für den Smart-Ring überwiesen, aber der sollte erst nächste Woche kommen.
Noch konnte er meinen Standort nicht sehen. Oder doch? Hatte er eine Kamera hier? Hatte er uns die ganze Zeit beobachtet, wie wir uns wie zwei bescheuerte, erwachsene über 18 jährige geile Teen Boys mit Schokoküssen an den Füßen eingeschmiert und dann wie besessen unsere Füße geleckt hatten? War das alles ein abgekartetes Spiel gewesen? Ein Test? Eine Falle?Mein Herz hämmerte so laut, dass ich sicher war, man konnte es bis zur Haustür hören.„Ab ins Badezimmer. Jetzt!“, zischte Niels. Seine Stimme war kaum mehr als ein panisches Keuchen. Er riss sich die Socken vom Boden, zog sie sich hektisch über die verschmierten Füße, während ich ins Badezimmer stolperte, die Tür nur einen winzigen Spalt offen ließ und mich mit dem Rücken dagegen stemmte. Ich hielt die Luft an. Meine Hände zitterten. Meine Beine fühlten sich an wie Pudding.Ich hörte Niels’ Schritte auf dem Flur. Das leise Knarren der Dielen. Das Klacken des Türschlosses. Dann seine vorsichtige Stimme: „Ja… bitte?“Und dann – eine alte, zitternde Frauenstimme.„Entschuldigen Sie die späte Störung, junger Mann… ich bin die Nachbarin von gegenüber… haben Sie vielleicht zwei Eier für mich?
Ich wollte noch einen Kuchen backen, und mir sind welche ausgegangen… es ist wirklich peinlich… ich hätte früher kommen sollen…“Ich ließ mich langsam an der Tür hinunterrutschen, bis ich auf den kalten Fliesen saß. Die Anspannung wich aus meinem Körper wie eine riesige Welle, die sich zurückzieht und nur zitternde Muskeln zurücklässt. Als Niels zurückkam, die Tür hinter sich schloss und mit einem breiten, fast schon hysterischen Grinsen „Du kannst rauskommen, du Held“ sagte, brachen wir zusammen. Wir lachten so laut, dass uns die Tränen über die Wangen liefen – ein befreites, wahnsinniges Lachen, das einfach nicht aufhören wollte. Wir lagen auf dem Boden, hielten uns die Bäuche und konnten kaum atmen vor Lachen.Wir waren so paranoid gewesen, dass wir uns vor einer 80-jährigen Oma fast in die Hose gemacht hätten.
Den Rest der Nacht verbrachten wir auf der Couch. Eng aneinander gekuschelt. Netflix lief im Hintergrund, irgendeine Serie, die wir eh nicht guckten. Wir redeten leise, flüsterten uns unsere Ängste und unsere Sehnsüchte ins Ohr, streichelten uns gegenseitig über die nackten Füße, die noch immer leicht nach Schokolade rochen. Wir wussten beide, dass wir morgen früh wieder funktionieren mussten. Dass der Wecker um 5:30 Uhr klingeln würde. Dass Dennis uns erwartete. Und dass wir ihn nach gestern auf keinen Fall noch einmal enttäuschen durften.
5:27 Uhr. Wir standen bereits vor dem Bäcker. Die Rollläden gingen gerade hoch. Die Verkäuferin kannte uns inzwischen beim Namen – oder zumindest unsere Bestellung: zwei trockene Brötchen für die Diener, ein butterweiches Croissant, ein belegtes Käsebrötchen mit genau zwei Scheiben Gouda und einer Scheibe Salami, einen großen Cappuccino mit extra viel Milchschaum und zwei Stück Zucker. Alles nur für ihn. 7:54 Uhr. Wir schlichen mit klopfenden Herzen in Dennis’ Wohnung. Niels hatte den Schlüssel. Wir bewegten uns auf Zehenspitzen, wollten ihn auf keinen Fall wecken. Wir hatten sogar die Tüten extra leise abgestellt, bevor wir die Küche betraten – und erstarrten.Die Küche war hell erleuchtet.Dennis saß bereits am Tisch. Graue Jogginghose. Barfuß. Oberkörper nackt. Die Arme verschränkt. Und sein Blick – dieser eine Blick, der uns das Blut in den Adern gefrieren ließ.
Er sagte kein Wort. Erst mal. Er sah uns nur an. Lange. Durchdringend. Als würde er direkt in unsere Seelen schauen und dort genau sehen, was wir gestern getan hatten. Als wüsste er jedes Detail.Dann endlich sprach er.„Na, die beiden Herren haben es also auch mal hierher geschafft.“Seine Stimme war ruhig. Gefährlich ruhig.Niels und ich fielen sofort auf die Knie. Mein Herz rutschte mir in die Hose.„Ich hätte mir etwas mehr Pünktlichkeit gewünscht“, sagte er langsam und stand auf. Jeder Schritt seiner nackten Füße auf dem Fliesenboden hallte in meinem Kopf wider wie ein Trommelschlag. „Vor allem, wenn ihr zwei euch schon ohne meine ausdrückliche Erlaubnis nachts trefft.
“Er blieb direkt vor uns stehen. Seine Zehen nur wenige Zentimeter von unseren Gesichtern entfernt. Ich konnte den leichten Schweißfilm darauf sehen. Den leichten Staub von gestern Abend. Den Duft, der mir inzwischen so vertraut war.„Ihr wollt sicher wissen, wie ich das rausgefunden habe.“Keine Frage. Eine Feststellung.Er bückte sich leicht, griff in die Hosentasche und zog eine kleine schwarze Schachtel hervor. Ließ sie vor meinen Knien auf den Boden fallen.„Gestern wollte ich Niklas einen kleinen Überraschungsbesuch abstatten. Leider war nur dein großer Bruder Darian zu Hause. Der war sehr… gesprächig.“Mein Magen drehte sich um. Mir wurde schwindelig.„Er hat mir erzählt, du wärst bei einem neuen Kumpel. Und ihr müsstet euch dringend über Schulkram austauschen.“ Dennis lachte. Kalt. Grausam.
„So sieht also Schulkram für euch aus.“Ich hob den Kopf – nur einen winzigen Moment – und sah, wie er die Schachtel mit dem Fuß anstieß, sodass sie direkt vor meinem Gesicht liegen blieb. „Öffnen Niklas“ in der Schachtel war mein Smart Ring, ab jetzt konnte Dennis meinen Standort sehen. „So da wäre dieses Problem auch erledigt“ sagte er und fuhr fort. „Regel Nummer eins“, sagte er und hob den Zeigefinger, „ich bestimme, wann, wo und mit wem ihr euch trefft. Regel Nummer zwei: Ihr meldet euch vorher bei mir ab. Immer. Ohne Ausnahme. Regel Nummer drei…“Er trat einen Schritt zurück.„Zieht euch aus. Komplett. Jetzt.
“Wir gehorchten. Sofort. Hemden, Hosen, Unterwäsche – alles landete in einem Haufen auf dem Boden. Fünf Minuten später standen wir splitterfasernackt in seiner Küche, während Dennis mit seinem Handy um uns herumging wie ein Fotograf bei einem perversen Shooting.„Niklas. Küss ihn.“Ich drehte mich zu Niels. Er sah mich an – genauso verängstigt, genauso erregt wie ich. Unsere Lippen berührten sich. Zuerst zögerlich. Dann tiefer. Intensiver. Es war das erste Mal, dass ich einen anderen Mann küsste. Es fühlte sich falsch an. Verboten. Erniedrigend.Und gleichzeitig so verdammt richtig.Dennis machte Fotos. Dutzende Fotos. Nahaufnahmen von unseren Gesichtern. Von unseren nackten Körpern. Davon, wie Niels’ Hände über meinen Rücken glitten. Davon, wie ich seine Hüften packte. Davon, wie unsere Zungen sich trafen. Davon, wie wir uns aneinander pressten, als gäbe es kein Morgen.„Perfekt“, sagte er schließlich und steckte das Handy weg.
„Jetzt habe ich euch endgültig in der Hand. Ein einziger weiterer Fehler – und diese Bilder gehen raus. An eure Freunde. Eure Familien. An die Schule. Und Niklas… ein ganz besonderes Foto geht direkt an deinen Bruder Darian. Falls du auf dumme Gedanken kommst.“Er machte eine Pause. Ließ die Worte wirken. Ließ sie sich in mein Gehirn brennen.„Wir hatten gestern übrigens ein wirklich nettes Gespräch.“Mir wurde ganz kurz schwarz vor Augen bei dem Gedanken daran. Was hatte Dennis ihm erzählt? Das Frühstück wurde zur reinsten Hölle.Wir durften Dennis bedienen – nackt. Ihm den Cappuccino bringen, das Croissant auf den Teller legen, das belegte Brötchen in genau der richtigen Reihenfolge belegen, die Serviette exakt gefaltet neben den Teller legen. Alles musste perfekt sein. Ein Krümel daneben – und er hätte uns bestraft.Wir selbst knieten unter dem Tisch. Aßen unsere trockenen Brötchen krümelweise vom Boden. Durften nur trinken, wenn Dennis abwechselnd in unsere Tassen rotzte und uns seinen lauwarmen Kaffee-Spucke-Mix als „Feuchtigkeit für die trockenen Brötchen“ hinstellte.Jedes Mal, wenn er rotzte, mussten wir sagen: „Danke, Herr.“ Und wir sagten es. Brav. Demütig. Mit gesenkten Köpfen. Während seine nackten Füße in den alten schwarzen Flipflops direkt vor unseren Gesichtern baumelten.Er wackelte mit den Zehen. Spreizte sie. Ließ uns zusehen, wie sich der Schweiß zwischen ihnen sammelte. Wir durften nur gucken. Nicht anfassen. Nicht riechen. Nicht lecken. Nur gucken. Stunde um Stunde.Als Strafe.
Danach kam das Paket.Er stellte es mit einem breiten, fast schon teuflischen Grinsen auf den Tisch.„Eigentlich habt ihr das nicht verdient“, sagte er, „aber ich bin ja ein gnädiger Herr.“Zwei neonpinke Tanktops. Mit einem riesigen, lachenden Smiley drauf. Eine Nummer zu klein. Hauteng. Dazu ultrakurze schwarze Jogginghosen – so eng, dass wirklich alles zu sehen war. Jede Linie. Jede Beule. Jede Erregung. Jede Schweißspur.Wir zogen sie an. Knieten nieder. Küssten seine Füße. Lange. Innig. Dankbar. Mit der Zunge zwischen den Zehen. Bis er zufrieden war.„Ich gehe jetzt laufen“, sagte er und stand auf. „Wenn ich wiederkomme, will ich, dass hier alles blitzblank ist. Staubsaugen, Abwasch, Wäsche waschen, zusammenlegen, Bett machen, Fenster putzen, Bad schrubben, Kühlschrank auswischen, Böden wischen.
Und wehe, ich finde auch nur einen Staubflocken.“Wir nickten wie besessen.Zwei Stunden lang putzten wir wie verrückt. Wir gaben alles. Wir wollten ihn nicht noch einmal enttäuschen. Wir wollten ihm zeigen, dass wir es ernst meinten. Dass wir ihm gehörten.Als er zurückkam völlig durchgeschwitzt, die Sneaker dreckig, warteten wir bereits im Flur. Auf Knien. Begrüßten ihn, indem wir seine Sneaker küssten. Links. Rechts. Wieder links. Wieder rechts. Wieder und wieder.Er war zufrieden. Fast schon unheimlich zufrieden.„Auch wenn ihr unartig wart… für eure Putzleistung habt ihr euch eine Belohnung verdient.“Er legte sich aufs Sofa, stellte die Füße auf den Couchtisch – noch in den Sneakers. Befahl uns, sie auszuziehen.Der Geruch war überwältigend. Intensiv. Käsig. Salzig. Männlich. Animalisch. Wir durften erst an den Sneakers riechen – wie besessen, wie besoffen, wie süchtig. Dann an den Socken. Aber nicht lecken. Das war heute verboten.Dann zog er die Socken aus.Und wir starrten auf zwei absolut dreckige, fast schwarz-braune Fußsohlen. Voll mit Erde. Staub. Straßendreck. Schweiß. Kleine Steinchen. Gras.„Zur Strafe habe ich meine Füße heute extra für euch verfeinert“, sagte er grinsend. „Abwechselnd. Niklas leckt eine Bahn. Niels die nächste. Und wehe, es bleibt auch nur ein Krümel übrig.“Es war widerlich. Es war ekelhaft. Es war die Hölle.Und wir liebten jede Sekunde.Wir leckten. Die Sole auf und ab. Bis die Sohlen wieder rosa waren.
Bis zwischen den Zehen kein Dreck mehr war. Bis unter den Nägeln alles sauber war. Bis der letzte Krümel Erde in unseren Mägen gelandet war. Zum Schluss schob er uns beide Füße gleichzeitig so tief in den Mund, dass wir würgten – aber nicht durften.„Ich hoffe, das war euch eine Lehre“, sagte er schließlich und wischte sich die nassen Füße an unseren Gesichtern ab .„Ach ja… fast vergessen. Ich habe eine Überraschung für euch.“Er stand auf, ging zum Küchentisch.„Ich habe beschlossen, dass wir drei ab sofort zusammenziehen. Eine richtige kleine WG. Größere Wohnung. Nobler Stadtteil. Vier Zimmer, zwei Bäder, großer Balkon. Ihr zahlt mit an der Miete – und dient mir dafür 24 Stunden am Tag. 7 Tage die Woche. Keine Diskussion. Keine Ausreden. Keine Privatsphäre. Ihr wollt das doch, oder?“Niels und ich nickten. Wie besessen.
Es war unser größter Traum.„Morgen besichtigen wir die Wohnung. Ihr kommt natürlich im Diener-Outfit. Neonpink. Eng. Damit jeder sieht, was ihr seid.“ Am nächsten Tag war es so weit.Wir fuhren in eine teure, noble Gegend. Villen. Altbauten mit Stuck. Parkanlagen. Mir kam alles bekannt vor. Sehr bekannt. Mein Stiefvater war Immobilienmakler. Und es kam mir vor als wäre es eins seiner Häuser zu dem wir fuhren. Am Haus angekommen warteten wir vor der Tür auf dem Makler. Als ich den Makler sah bekam ich den schock meines Lebens….
Das war Zu seinen Füßen – Teil 4, die Große Frage am Ende, wer ist der Makler? Es bleibt spannend! Wer es ist und mehr, erfahrt ihr im nächsten Teil, habt bis dahin eine gute zeit und bis Bald 🙂
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Autor: Darius
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4 Antworten
Ich freue mich sehr, dass die Geschichte weitergeht 🤩. Im Update-Plan sieht das ja schon top aus. Die Bilder zu deinen Fortsetzungen sehen jedenfalls vielversprechend aus!
Lieber Darius,
vielen Dank 🙏 für diese Geschichte! Ich finde sie einfach großartig 👏, deshalb habe ich sie gleich zweimal gelesen. Ich liebe es, wie du die absolute Dominanz von Dennis und die totale Unterwürfigkeit von Niklas und Niels beschreibst. Ich kann mich richtig in die Situationen herein versetzen. Es ist spannend, es ist mitreißend, es ist einfach geil. Dieses Gefühl, diese Bilder im Kopf, das schafft nur eine gut geschriebene Geschichte! Und der Schluss ist der Hammer! Ich bin jetzt schon gespannt, wer der Makler ist, ob Darian demnächst mitmischt und wie es mit der coolen Dreier-WG weitergeht.
Lg Tim
Hallo Tim 🤗 vielen Dank für dein Lob und dein Feedback, ich musste tatsächlich erstmal selber die Geschichte nochmal überfliegen 😅 ist schon etwas länger her glaube mitte November, das ich sie geschrieben hatte, kannst dich jedenfalls freuen bis Teil 7 habe ich schon geschrieben, und noch ist kein Ende der Story in Sicht 🤗 das geht noch lustig weiter, Teil 5 dann im März
Schade das kein Telegramm oder X hast Tim 🫠 da hättest ne exklusive Preview von mir bekommen wie die Geschichte weiter geht 😆